Die Verwendung von Hashtags stammt ursprünglich von Twitter. Doch auch Instagram, Pinterest, YouTube und Google+ erlauben schon lange die die Verwendung von Hashtags. Der Nachzügler Facebook kam erst im Sommer 2013 zu deren Einführung. Diese führte jedoch teilweise zur inflationären Hashtagflut ohne erkennbaren Sinn dahinter und zunehmender Verwirrung, da es auch keine Möglichkeit gibt deren Nutzung auszuwerten.

 

Früher hieß das Raute! Was sind #Hashtags?

 

Spätestens seitdem Tanja Tischewitsch vor wenigen Tagen ins Dschungelcamp eingezogen ist, fragen sich vermutlich viele ältere Zuschauer wovon die Frau überhaut redet. „Wenn du ein Bild hochlädst von einem Strand oder so,“ erklärt sie der sichtbar irritierten Patricia Blanko, „dann machst du zum Beispiel Hashtag Sonne.“

Ein Hashtag kann im Prinzip jedes beliebige Wort oder ach eine Buchstaben/Zahlenkombination sein, welche durch ein vorangehendes Raute-Zeichen (#) jedoch zum Link wird. Diesen Link kann man anschließend anklicken und erhält weitere aktuelle Meldungen zum Thema. Dabei sind wir auch schon beim Hauptproblem, welches „Thema“ ist ein guter Hashtag:

Denk daran:
Ein Hashtag muss in einem Wort ohne Leerzeichen geschrieben sein.
Du kannst in einem Hashtag Zahlen verwenden, aber Satzzeichen und Sonderzeichen (z. B. $ und %) funktionieren nicht.
Du kannst über die Suchleiste oben auf jeder Seite nach einem Hashtag suchen.
Du siehst nur Beiträge, die mit dir geteilt wurdenSinnvolle Facebook Hashtags.

Ein Hashtag macht natürlich nur Sinn, wenn er einen bestimmten, suchenswerten Begriff darstellt, wie beispielsweise ein Event #wm2014, #NBAFinals, ein Markenprodukt #SGS4 (=Samsung Galaxy S4) oder ein bestimmtes aktuell relevantes Stichwort wie #aufschrei oder #freiheit, denn nur dann kann man auch damit rechnen, dass die angezeigten Suchergebnisse tatsächlich dem Interesse des Suchenden entsprechen.

 

Sinnlose Facebook Hashtags

Hashtags wie #Sonne #Strand #Liebe sind zwar derzeit sehr populär, haben jedoch keine „echte“ Funktion, da die Suchergebnisse nach diesen Begriffen bei Facebook ziemlich irrelevant sind.

Generell ist das Hauptproblem bei Hashtags auf Facebook die immernoch mieserable interne Suchfunktion. Bei nahezu allen von mir getesteten Hashtags ergab die Suche bei Facebook eine unklare Mischung aus Beiträgen die wenig oder auch gar nichts mit dem Thema zu tun hatten. Selbst wenn man einzelne Städte sucht, kommen zahlreiche Beiträge die auch ohne Hashtags in dieser Kategorie gelandet sind.

 

Mehr Reichweite durch #Hashtags?

Der eigentliche Hoffnung bei der Nutzung von Hashtags beruht darauf, die organische Reichweite zu erhöhen, denn schließlich gibt man damit Nutzern, die sich für ein bestimmtes Thema interessieren die Möglichkeit den Beitrag zu finden ohne bisher mit der Quellseite in Kontakt gekommen zu sein. Leider ist auch diese These mehr Wunschdenken als Realität. Eine Studie von Edgerankchecker belegt, dass die oragnische Reichweite bei Postings mit Hashtags sogar messbar niedriger ist als bei dem gleichen Beitrag ohne Hashtag.

Link zur Studie: https://www.socialbakers.com/edgerankchecker/blog/2013/09/hashtags-on-facebook-do-nothing-to-help-additional-exposure/

 

Hashtag #Gewinnspiel

Zudem bergen Hashtags auch die Gefahr, die falschen Nutzer auf seine Seite zu locken. Bestes Beispiel dafür ist der Hashtag #Gewinnspiel. Damit kann man zwar ein Gewinnspiel bei Facebook verbreiten, jedoch sind die Nutzer dieses Hashtags oft wohl eher am Gewinnen als am Produkt und der Seite interessiert, auch werden viele Fakeprofile für derartige Gewinnspielteilnahmen verwendet, so dass man damit unter ungünstigen Umständen zahlreiche Fakeprofile auf seine Seite lockt. Man sollte sich den Einsatz von Hashtags also vorher genau überlegen.

 

Fazit

Die Hashtags an sich sind eine fantastische Möglichkeit die Suche nach bestimmten Themen durch die Verschlagwortung deutlich zu erleichtern. In vielen Netzwerken funktioniert das auch wunderbar, aber Facebook gehört derzeit für mich definitiv nicht dazu. Wenn ich also Hashtags benutze, dann nur „zum Spaß“, nicht aber, um den kommerziellen Erfolg oder die Reichweite eines Beitrags damit zu erhöhen.

 

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